Führungskompetenzen und Führungskräfteentwicklung


Einen Arbeitsschwerpunkt der Fakultät für Wirtschaftspsychologie bildet die Auseinandersetzung mit den gewandelten Anforderungen an Führungskräfte, speziell in Innovations- und Veränderungsprozessen, und den veränderten beruflichen Laufbahnen von Führungskräften. Ziel ist die Erforschung erfolgsrelevanten Führungsverhaltens und die Erschließung von Möglichkeiten der Unterstützung und Entwicklung seitens der Organisation, zum Beispiel im Rahmen von Kompetenzmodellen, Trainings oder Laufbahnen. Exemplarisch seien hier folgende Arbeitsfelder genannt:

  • die Fähigkeit, neue Leistungsanforderungen in Organisationen in Phasen der Veränderung zu erfüllen (spezielle Formen des Extra-Rollen-Verhaltens, wie Eigenverantwortliches Handeln, Unternehmerisches Handeln);
  • die Gestaltung und Steuerung der eigenen Entwicklung (Metakompetenzen) und Laufbahn;
  • die Realisierung veränderter Lebensentwürfe mit dem Blick auf die Vereinbarkeit von beruflicher Laufbahn und Familie;
  • die Fähigkeit, Mitarbeiter in Veränderungsprozessen effektiv zu führen, d. h. ihre Leistungsbereitschaft und ihre Bindung an die Organisation aufrechtzuerhalten.

Qualifizierungsarbeiten auf Bachelor- und Masterniveau sowie Dissertationen werden intensiv in den Forschungsprozess einbezogen, um einen direkten Transfer von Forschung und Lehre zu ermöglichen. Die Anwendung der Forschungsergebnisse soll insbesondere im Bereich der Führungskräftediagnostik und der Potenzialentwicklung erfolgen.

Veröffentlichung der Forschungsergebnisse:

Kaschube, J. (2007): Eigenverantwortung – eine neue berufliche Leistung. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

Gasteiger, R.M./Kaschube, J./Briscoe, J. (2009): Linking protean career orientation, personality attributes, and motivation: Implications for the workplace. In: Deller, J. (Hrsg.), Research contributions to personality at work (S. 115-136). München, Mehring: Hampp.

Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Jürgen Kaschube