Der wichtigste österreichische Förderer der Grundlagenforschung zu Gast in Salzburg: Im Zuge der österreichweiten Roadshow des Wissenschaftsfonds FWF besuchte das amtierende Präsidium am 29. März 2017 die Privatuniversität Schloss Seeburg.

Am 28. und 29. März legte die österreichweite Roadshow des Wissenschaftsfonds FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) einen Stopp in Salzburg ein. Neben einer Arbeitssitzung mit dem Salzburger Landeshauptmann fanden weiterführende Gespräche am Mozarteum sowie an der Privatuniversität Schloss Seeburg statt. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen des FWF-Präsidiums und den Salzburger Forschungseinrichtungen wurde so auch das Ziel verfolgt, den Forschungsstandort Salzburg nachhaltig zu stärken.

Arbeitssitzung mit Salzburger Landeshauptmann

Der erste Programmpunkt der zweitägigen Stippvisite des Wissenschaftsfonds FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) war die Arbeitssitzung am 28. März mit dem Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauser und den Salzburger Privatuniversitäten. Der Landeshauptmann betonte dabei die Relevanz der Privatuniversitäten für die Forschungsstrategie des Landes. „Es fanden sehr konstruktive Gespräche statt“, so Dekan Univ.-Prof. PD Dr. Thomas Schneidhofer, der die Privatuniversität Schloss Seeburg repräsentierte.

FWF-Präsentation im Mozarteum Salzburg

Am Folgetag lauschten im Mozarteum Vertreter und Vertreterinnen des Salzburger Hochschulwesens einer Präsentation des FWF-Präsidenten Dr. Klement Tockner über die zukünftigen Veränderungen des Fonds. Für die Stärkung der heimischen Forschungslandschaft ergäben sich so neue innovative Förderungsinitiativen. Beispiele hierfür sind die Schaffung neuer Fördergelder für 200 Zukunftsprofessuren, die bis zu 25% finanzielle Abdeckung der Overhead-Kosten bei Projekten und ein 1.000 Ideen-Programm zur Förderung risikoreicher Forschungsprojekte, bei denen das Projektziel als schwer erreichbar eingestuft wird. Zudem wurden durch themenspezifische Beratungsgespräche individuelle Förderchancen eruiert.

High-Level-Gespräch an der Seeburg

Im Anschluss fand ein exklusives Gespräch zwischen dem FWF und dem Forschungsteam der Privatuniversität Schloss Seeburg in Seekirchen statt. Im Zuge dessen präsentierte das FWF-Präsidium eine neue Drittmittel-Chance für ein großes Problem aus der Vergangenheit: Durch die stark steigende Anzahl der Einreichungen für Forschungsgelder reicht der Fördertopf bisher nur für knapp ein Viertel der Projektanträge. Daher ist eine Erhöhung der Mittel seitens des Bundes sowie die prinzipielle Verstärkung des Ausgleichs durch den Matching Fund in Planung. Wenn in Zukunft die Mittel des FWFs für ein höchstförderungswürdiges Salzburger Forschungsprojekt nicht mehr reichen, solle das Land Salzburg einspringen.

Abschließend folgte eine Vorstellung der jungen, aber internationalen Forschungsaktivität der Privatuniversität Schloss Seeburg. „Eine Gruppe, mit der man sich glücklich schätzen würde, zu arbeiten“, so das Fazit der FWF-Vizepräsididentin Dr. Vakianis.