How to show empathy as a coach – Arten von Coach-Empathie genauer untersucht

Welche Auswirkungen verschiedene Arten von Empathie der Coaches auf die Veränderungen bei Klient*innen sowie auf die Ergebnisse eines Coachings hat, zeigen zwei Studien mit Erstautorenschaft von Ass.-Prof. Dr. Sandra Diller, Assistant Professor für Organizational Psychology an der Privatuniversität Schloss Seeburg, die gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Eva Jonas, Nele Löhlau und Dr. Christina Mühlberger von der Universität Salzburg durchgeführt wurden.

Untersucht wurde dabei der Unterschied zwischen der sogenannten „Imagine-Other“-Empathie (sich die andere Person in ihrer Situation vorstellen) und der „Imagine-Self“-Empathie (sich in die Situation des anderen hineinversetzen).

Studie 1 zeigte, dass je wichtiger die Coaches die Veränderung der Klientin bzw. des Klienten im Coaching sehen, desto relevanter sehen sie nicht nur die Empathie im Allgemeinen, sondern auch die sogenannte „Imagine-Other“-Empathie. Das gilt jedoch nicht für die „Imagine-Self“-Empathie.

In einer experimentellen Studie (Studie 2) wurden „Imagine-Other“ und „Imagine-Self“ der Coaches manipuliert. Daraufhin zeigten die Coaches entweder nur „Imagine-Self“ oder nur „Imagine-Other“ in der Coachingsitzung. Die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Veränderung der Klient*innen sowie die Zufriedenheit mit dem Coaching und die Zielerreichung durch das Coaching wurden anschließend untersucht. Während die Ergebnisse zeigten, dass „Imagine-Other“ einen positiven Effekt auf diese Faktoren hat, stellte sich beim „Imagine-Self“ kein positiver Effekt ein.

Eine der wichtigsten praktischen Implikationen der Untersuchungen ist die Relevanz der Empathie im Sinne von „Imagine-Other“ statt „Imagine-Self“. Zukünftige Forschungen sollten jedoch auch andere Personalentwicklungsansätze wie Mentoring oder Training im Hinblick auf „Imagine-Self“- und „Imagine-Other“-Empathie untersuchen.