Alumnus des Monats, Björn Bremer – unser Interview

Was hat Sie motiviert den Master an der Privatuniversität Schloss Seeburg in Seekirchen/Wien zu studieren?

Nachdem seit meinem ersten Studium in den Bereichen Wirtschaftswissenschaft und Sportwissen-schaft schon rund 25 Jahre vergangen waren, war es mir ein großes Bedürfnis, mein Wissen und meine Fähigkeiten trotz bereits 20 Jahren Tätigkeit als Geschäftsführer weiterzuentwickeln und neue Kompetenzen zu erwerben. Nachdem ich 10 Jahre vorher eine Coaching-Ausbildung absolviert hatte und mich zum Systemischen Management Coach habe zertifizieren lassen, war danach mein Interesse noch stärker geweckt, mich mit Themen wie Leadership, Innovation und Digitalisierung auseinanderzusetzen, um ein noch besserer Leader zu werden. Die Privatuniversität Schloss Seeburg hielt ich nach meiner Recherche für den richtigen Ort mit dem passenden Konzept, dieses berufsbegleitend zu tun.

Welche Kompetenzen, die Sie im Studium entwickelt haben, können Sie wie in Ihrem beruflichen Alltag einbringen? Zu welchen Gelegenheiten fällt Ihnen auf, dass Sie gezielt die Inhalte Ihres Studiums in Ihre berufliche Tätigkeit einbringen?

Bereits im Studium konnte ich basierend auf meiner Berufserfahrung Themen und Situationen wissenschaftlich reflektieren. In Studienarbeiten beispielsweise im Fach „Management of Organisations“ konnte ich Führungsthemen und Machtausübung in meiner Branche Fußball reflektieren oder im Kurs „Management Methods and Skills“ qualitativ zum Einsatz der Methode Balanced Scorecard Im Fußball forschen. Außerdem haben mich auch handwerkliche Themen wie das schnelle Erstellen von Powerpoint-Präsentationen und wissenschaftlicher Recherche persönlich weitergebracht, da ich im beruflichen Kontext in der Vergangenheit Assistent*innen oder Mitarbeiter*innen im Bereich der Kontenterstellung hatte, die mir diese Aufgaben abgenommen haben. Somit musste ich das eine oder andere Mal aus meiner Komfortzone herauskommen, was mir die Möglichkeit gegeben hat, neue Fähigkeiten zu erlernen. Die Befassung mit aktuellen Themen der Digitalisierung im Studium sind ebenfalls Themen, mit denen ich mich auch im beruflichen Kontext befasse. Das Highlight meines Studiums war allerdings das Verfassen der Masterthesis, in dessen Rahmen ich qualitativ mit vielen absoluten Top-Experten aus der Fußballbranche mit größtenteils 20 bis 30 Jahren C-Level-Erfahrung ein wichtiges Zukunftsthema des Profifußballs, nämlich das Multi-Club-Ownership wissenschaftlich bearbeiten durfte.

Welche konkreten Vorteile haben Sie aus dem semi-virtuellen Studienkonzept gezogen?

Da mein Studium in der Corona-Zeit begonnen hatte, fand mein Studium größtenteils in der Virtualität statt. Das Semi-virtuelle Studienkonzept hatte ich mir vorher allerdings bewusst ausgesucht, da es die Vorteile von digitaler Wissensvermittlung und digitalem Austausch mit der Möglichkeit verbindet, in der Präsenzphase mit Kommiliton*innen in den direkten Austausch zu kommen und fachliche Themen zu diskutieren. Wäre das Studienkonzept nicht semi-virtuell gewesen, hätte ich das Studium an der Privatuniversität Schloss Seeburg am Standort Seekirchen am Wallersee aufgrund meines Lebensmittelpunktes Hannover gar nicht aufnehmen können.

Wie konnten Sie Ihr Studium erfolgreich in ihr Berufsleben integrieren?

Die Integration des Studiums in einen beruflichen Alltag mit mehreren Geschäftsführungen und Vorstandspositionen an Arbeitsorten zwischen Hannover, Ismaning, Inning am Holz in Bayern und Wien war eine große Herausforderung, die im Wesentlichen im Rahmen des Jahresurlaubs absolviert werden musste und nur mit dem großen Verständnis und der Unterstützung meiner Familie möglich war.

Für die Anfertigung der Masterthesis konnte ich auf die Unterstützung meines Arbeitgebers zurückgreifen, der mir die Möglichkeit eröffnet hat, für zwei Monate für wissenschaftliche Tätigkeiten freigestellt zu werden.

Welchen Tipp können Sie spontan aktuell noch Studierenden für einen erfolgreichen Karrierestart geben?

Die wichtigste Botschaft, die auch für mich Motivation für die Aufnahme des Studiums war, ist die Herausforderung „lebenslangen Lernens“. Zwar muss es nicht immer gleich ein ganzes Studium sein, aber die Bereitschaft, sich jeden Tag weiterzuentwickeln und den sich täglich ändernden Anforderungen des Berufsalltags gerecht zu werden, sind eine Grundhaltung, die beruflichen Erfolg begünstigen. Ein fest definiertes und visualisiertes Ziel wie bei mir die Teilnahme an der nächsten Sponsionsfeier können dabei helfen, zeitlich herausfordernde Ziele auch erfolgreich zu erreichen. Auch wenn ich bei Start meines Studiums im Rahmen meiner beruflichen Karriere schon weit fortgeschritten war, hat mich der Ehrgeiz von persönlicher Weiterentwicklung weitergebracht, sodass ich meine beruflichen Herausforderungen heute besser gerecht werden kann als vor Beginn meines Studiums.

Können Sie von einer Erfolgsgeschichte berichten und wie das Studium dabei unterstützt hat?

Ich habe noch während der finalen Phase meines Studiums einen Jobwechsel vollzogen, wofür die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten aus dem Studium sicherlich hilfreich sind.

Zwar habe ich den Job des „General Managers“, der Inhalt oder Entwicklungsziel meines MBA-Studiums war, schon viele Jahre zuvor ausgeübt; ich bin mir aber sicher, diesen zukünftig mit neuem Input besser ausfüllen zu können, auch wenn mein neuer Arbeitgeber auch mein ehemaliger Arbeitgeber ist.

Schön war auch zu sehen, welches positive Feedback von sehr vielen Menschen aus meinem Netzwerk auf den Schritt, auch in fortgeschrittenem Karriere-Status noch einmal so aus der Komfortzone herauszugehen, gegeben wurde. Vielleicht kann ich damit auch Inspiration für Mitarbeiter*innen sein, sich selbst auf den Weg „lebenslangen Lernens“ zu machen.

Zum Abschluss: Wofür waren Sie während Ihres Studiums besonders dankbar?

Spannend war es, mich im Studium mit vielen Dozent*innen auseinanderzusetzen, die neben dem rein akademischen Ansatz auch Kompetenzen aus der Wirtschaft mitgebracht haben und größtenteils auch selbst unternehmerisch tätig sind oder waren, sodass ich mich hier mit meinem Wissen und meinen Erfahrungen ideal in der Diskussion mit Ihnen herausfordern konnte