Alumna des Monats, Dr. Zofia Laub, – unser Interview
Was hat Sie motiviert den Master an der Privatuniversität Schloss Seeburg in Seekirchen/Wien zu studieren?
Tatsächlich begann alles eher zufällig. Während ich mich nach Möglichkeiten für ein Doktoratsstudium in Österreich informierte, hörte ich auf dem Heimweg vom Reitstall eine Radiowerbung der Privatuniversität Schloss Seeburg. Die Vielfalt der Studiengänge und insbesondere das Doktoratsprogramm haben mich sofort angesprochen.
Ich bewarb mich zunächst als externe Doktorandin. Im ersten Beratungsgespräch stellte sich jedoch heraus, dass in dem Bereich, in dem ich promovieren wollte, gerade eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin frei war. Ich wurde ermutigt, mich zu bewerben – und wenige Monate später durfte ich sowohl mein Doktoratsstudium als auch meine Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin beginnen.
Rückblickend habe ich die Universität nicht bewusst gesucht – aber definitiv ein akademisches Zuhause gefunden.
Welche Kompetenzen, die Sie im Studium entwickelt haben, können Sie wie in Ihrem beruflichen Alltag einbringen? Zu welchen Gelegenheiten fällt Ihnen auf, dass Sie gezielt die Inhalte Ihres Studiums in Ihre berufliche Tätigkeit einbringen?
Es fällt mir ehrlich gesagt schwer, einzelne Kompetenzen hervorzuheben, weil das Doktorat mich auf so vielen Ebenen geprägt hat. Vor allem habe ich gelernt, auch in komplexen Situationen ruhig zu bleiben, Probleme strukturiert zu analysieren und unterschiedliche Lösungswege zu entwickeln. Ich betrachte Herausforderungen heute aus verschiedenen Perspektiven und denke häufig über klassische Lösungsansätze hinaus.
Besonders wertvoll ist für mich aber auch die persönliche Entwicklung. Die Promotion hat mich gelehrt, mit Unsicherheit umzugehen, Rückschläge auszuhalten und dennoch konsequent weiterzuarbeiten. Diese Gelassenheit begleitet mich heute täglich in meiner Arbeit.
Darüber hinaus war es mir bereits während meiner Dissertation wichtig, Forschung mit hoher praktischer Relevanz zu betreiben. Heute kann ich viele meiner wissenschaftlichen Erkenntnisse unmittelbar in meiner Tätigkeit als HR Business Partner einsetzen – beispielsweise in der Führungskräfteentwicklung, im Coaching oder bei der Gestaltung von Workshops. Genau diese Verbindung zwischen Wissenschaft und Praxis macht meine Arbeit heute besonders spannend.
Welche konkreten Vorteile haben Sie aus dem semi-virtuellen Studienkonzept gezogen?
Das semivirtuelle Studienkonzept hat für mich eine ideale Kombination aus Flexibilität und akademischer Qualität ermöglicht. Die Präsenzphasen waren langfristig planbar, wodurch sich Studium, Beruf und private Verpflichtungen sehr gut miteinander vereinbaren ließen.
Gleichzeitig musste man auf nichts verzichten. Konferenzen, Summer Schools, internationale Austauschprogramme oder Erasmus-Angebote konnten problemlos wahrgenommen werden. Für mich war das ein großer Vorteil, weil ich dadurch sowohl wissenschaftlich als auch persönlich wertvolle Erfahrungen sammeln konnte.
Wie konnten Sie Ihr Studium erfolgreich in ihr Berufsleben integrieren?
Das Besondere an meiner Promotion war, dass ich bewusst ein Forschungsthema gewählt habe, das für die Praxis relevant ist. Deshalb kann ich viele Erkenntnisse meiner Dissertation heute direkt in meinen Berufsalltag integrieren.
Ob in Workshops, bei der Begleitung von Führungskräften oder im Coaching – viele Fragestellungen rund um Führung, Mitarbeitendenentwicklung oder den Umgang mit Herausforderungen begegnen mir täglich. Gleichzeitig hat mich das Studium gelehrt, Forschung verständlich aufzubereiten und Ergebnisse zielgruppengerecht zu vermitteln. Auch die internationale Zusammenarbeit sowie Präsentationen auf wissenschaftlichen Konferenzen – insbesondere auf Englisch – haben meine persönliche und berufliche Entwicklung nachhaltig geprägt.
Welchen Tipp können Sie spontan aktuell noch Studierenden für einen erfolgreichen Karrierestart geben?
Ein professionelles LinkedIn-Profil ist heute aus meiner Sicht fast genauso wichtig wie ein guter Lebenslauf. Es ist häufig der erste Eindruck, den potenzielle Arbeitgeber oder Recruiter von einer Person gewinnen. Deshalb lohnt es sich, das eigene Profil bewusst zu gestalten und die eigenen Erfahrungen sichtbar zu machen.
Noch wichtiger ist jedoch, den eigenen Mehrwert zu kennen. Gerade im heutigen Arbeitsmarkt gehören Absagen dazu. Entscheidend ist, sich davon nicht entmutigen zu lassen. Wer seine Stärken kennt, motiviert auftritt und überzeugend zeigen kann, welchen Beitrag er für ein Unternehmen leisten möchte, wird langfristig die passende Möglichkeit finden.
Können Sie von einer Erfolgsgeschichte berichten und wie das Studium dabei unterstützt hat?
Eine Geschichte begleitet mich schon seit meiner Schulzeit. Als Kind wurde mir oft vermittelt, dass höhere Bildung vermutlich nicht mein Weg sein würde.
Das Studium hat mir gezeigt, dass wir unsere eigenen Fähigkeiten oft unterschätzen. Vieles beginnt in dem Moment, in dem man sich selbst mehr zutraut, als man es bisher getan hat.
Zum Abschluss: Wofür waren Sie während Ihres Studiums besonders dankbar?
Besonders dankbar bin ich für den außergewöhnlich offenen und wertschätzenden Austausch an der Universität. Ganz gleich, ob mit Professorinnen und Professoren, Kolleginnen und Kollegen, der Verwaltung oder den anderen Doktorandinnen und Doktoranden – ich hatte immer das Gefühl, auf Augenhöhe diskutieren und Fragen stellen zu können.
Gerade der enge wissenschaftliche Austausch mit den Professorinnen und Professoren war für mich etwas Besonderes. Meinungen wurden offen diskutiert, unterschiedliche Perspektiven waren ausdrücklich erwünscht und man hatte jederzeit das Gefühl, ernst genommen zu werden. Dieses familiäre Miteinander ist keineswegs selbstverständlich und wird mir in besonderer Erinnerung bleiben.
Neben der fachlichen Ausbildung war genau dieses Umfeld einer der wichtigsten Gründe, warum ich mich an der Privatuniversität Schloss Seeburg so wohlgefühlt habe.