7 Fragen. 7 Antworten. – Dr. Roland Quabis, M.Sc.

Bitte stellen Sie sich kurz vor. Was prägt Ihre berufliche Laufbahn?
Mein Name ist Dr. Roland Alexander Quabis. Geboren und aufgewachsen in München und Vater eines einjährigen Sohnes. Ich habe mich eher spät als Industriekaufmann für Siemens Ltd. Thailand entschieden, mit 25 Jahren noch mein Studium der Psychologie 2008 zu beginnen. An der Ludwig-Maximilians-Universität in München (LMU) habe ich 2011 meinen Bachelor in Psychologie, 2013 meinen Master in Wirtschafts-, Organisations- und Sozialpsychologie sowie 2018 meine Promotion zum Themenbereich Evolutionäre Psychologie sowie speziell Attraktivitätseinflüsse in Beruf und Alltag am Lehrstuhl Sozialpsychologie erfolgreich abgeschlossen.

Zwischen 2013 und 2019 war ich vorwiegend wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent am Lehrstuhl Sozialpsychologie der LMU beschäftigt sowie bis einschließlich 2021 noch als externer Prüfer tätig. In dieser Zeit war ich immer wieder als externer Dozent der IUN und der Privatuniversität Schloss Seeburg beauftragt. Seit 2019 bin ich ebenfalls als Dozent für Organisationspsychologie und Sozialpsychologie an der FOM München und der FOM Augsburg tätig. Zusätzlich bin ich nach einigen Stationen als Therapeut in psychiatrischen Kliniken seit 2021 in geringem Rahmen an der Tagklinik in Peissenberg und in der Ambulanz der AVM München beschäftigt.

Wie schaut eine typische Arbeitswoche bei Ihnen aus?
Im Herbst 2021 beginnt der normale Arbeitstag etwa um 7:50 Uhr mit der Abgabe meines Sohnes in seiner KiTa – auf dem Weg entweder zu einer der wöchentlichen Vorlesungen zwischen 8:30 Uhr und 11:30 an der FOM München oder ansonsten meist auf dem Weg zu der Ambulanz. Nach einem Mittagessen mit Kolleg*innen folgt recht unspektakulär meist ein Nachmittag im Homeoffice. Arbeitstage in Präsenz an der Privatuniversität Schloss Seeburg sind aktuell eher noch die Ausnahme, jedoch die Bearbeitung der Vorlesungsmaterialien oder die Korrektur von Seminararbeiten hierfür nehmen einen regelmäßigen Platz im nachmittäglichen Homeoffice ein.

Welche Themen erachten Sie für besonders wichtig? Warum?
Als jahrelanger Dozent und Forscher in der (evolutionären) Sozialpsychologie habe ich einen besonderen Bezug zu diesen Themen und versuche auch immer, Bezüge hierzu in anderen arbeitspsychologischen Kontexten herzustellen. Vorteilhaft ist hierfür, dass tatsächlich fast jedes psychologische Phänomen auch einen evolutionären Ursprung hat und der Mensch für sämtliche Entscheidungen auch Prozesse nutzt, die sich evolutionär gebildet haben.

Was schätzen Sie besonders an der Privatuniversität Schloss Seeburg?
Das erste, das mir hier sofort einfällt, ist der außergewöhnliche, schöne, kleine Gebäudekomplex in Seekirchen. Im Vergleich zu aktuellen städtischen Universitäten ist dieser schöne, idyllische Stil eine wirklich angenehme Abwechslung. Als Dozent bin ich zudem immer sehr erfreut über den guten technischen Support. Im Vergleich zu anderen privaten Universitäten empfand ich das Verhältnis zwischen Studierenden und Dozierenden ein deutliches Stück weniger anonym, als ich es bisher anderweitig erfahren habe.

Wie würden Sie die Atmosphäre an der Uni in drei Worten beschreiben?
Idyllisch, entspannt & unterstützend.

Welche Tipps möchten Sie unseren Studierenden auf den Weg mitgeben?
Suchen Sie sich früh im Studium einen Themenbereich, für den Sie sich begeistern können und in dem Sie sich gerne eine gewisse Expertise verschaffen möchten. Wenn Sie neben guten allgemeinen Fachkenntnissen auf einem kleinen interessanten Gebiet eine professionelle Expertise besitzen, werden Sie überrascht sein, wie sehr Ihnen das im weiteren Studium und auch im Beruf weiterhelfen kann.

Wenn Sie noch einmal Student*in wären, was würden Sie anders bzw. was würden Sie gleich machen?
Ich war froh, mir sehr schnell ein kleines Expertisengebiet zugelegt zu haben. Erst sehr spät im Studium (zur Hälfte meines Master) habe ich aber die akademische Ausbildung und berufliche Tätigkeit kombiniert. Gerne hätte ich aber auch im Rahmen meiner vorherigen beruflichen Tätigkeit die Erfahrung gemacht, wie eine akademische Begleitung ausgesehen hätte.