Investoren im Profifußball – Ass.-Prof. Dr. Florian Follert im Interview mit dem ZDF

Spieler mit besonderen Fähigkeiten sind knapp, was ihren Preis steigen lässt. Ob ein Fußballklub die Transferausgaben für die entsprechenden Spieler tätigen kann, hängt nicht zuletzt von den Kapitalgebern ab.

Die sogenannte „50+1“-Regel, die vereinfacht ausgedrückt besagt, dass ein eingetragener Verein die Mehrheit der Anteile an einem Fußballunternehmen halten muss, schränkt Klubs der deutschen Bundesliga ein, was sich auch sportlich in internationalen Wettbewerben zeigt, wie Ass.-Prof. Dr. Florian Follert, Assistant Professor für Unternehmensrechnung und Sportökonomik an der Privatuniversität Schloss Seeburg und Sportökonom, in einem Interview mit dem ZDF erläutert.

Gemeinsam mit Wissenschaftler*innen der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg und der Universität des Saarlandes in Saarbrücken untersuchte Florian Follert den Einfluss ausländischer Investoren auf die Transferausgaben in der englischen Premier League. Die Ergebnisse wurden heuer veröffentlicht:

Richau, L., Follert, F., Frenger, M. & Emrich, E. (2021), The impact of investors on transfer fees in the English Premier League: a study of the ownership structures. Corporate Ownership and Control 18, 241-256.

Florian Follert ist gespannt, wie sich die Thematik in Zukunft weiterentwickeln wird: „Das Thema ‚Investoren im Profifußball‘ ist ein echter Dauerbrenner. Die Premier League ist hier Vorreiter und es bleibt abzuwarten, wie lange die deutsche Bundesliga ihre Strukturen aufrechterhalten kann, ohne sportlich weiter ins Hintertreffen zu geraten“.

Die Privatuniversität Schloss Seeburg freut sich, dass sie Ökonomen wie Florian Follert zu ihren Dozierenden zählen darf und solch neue Erkenntnisse aktiv an Studierende im Rahmen von Lehrveranstaltungen weitergegeben werden können!