1. Angaben zur Person

Linda Anna-Maria Hillinger, B.Sc.  ist bei STEUERBERATUNG KAMMERSTETTER UND PARTNER Steuerberatungs Gmbh beschäftigt und absolviert ihr Praktikum in Kliniken in Salzburg speziell im Bereich Psychosomatik.

2. Was waren Ihre Gründe für das Studium „Bachelor Wirtschaftspsychologie“ an der Privatuniversität Schloss Seeburg in Seekirchen?

Obwohl ich mich schon immer sehr für Psychologie begeistert habe, war mir ein Psychologiestudium zu unspezifisch. Wir leben in einem System, das zu einem großen Teil von ökonomischen Faktoren bestimmt wird. Ich habe mich für das Bachelorstudium Wirtschaftspsychologie entschieden, weil ich dieses System, seine Strukturen und Hintergründe sowie seine Akteure besser verstehen wollte.
Ich habe mir Fragen gestellt wie „wie ist es möglich, dass die meisten Menschen Kleidung tragen, bei deren Herstellung Menschen unter widrigsten Bedingungen ausgebeutet wurden, obwohl jeder Einzelne diese Ausbeutung wahrscheinlich ablehnen würde?“, „wieso funktioniert ‚sex sells’?“ oder „warum ist uns Geld so wichtig?“. Das Studium konnte mir diese und viele weitere Fragen beantworten und meine Sicht auf die Welt grundlegend verändern.

3. Inwiefern können Sie die im Studium ausgebildeten Kompetenzen in Ihrem Beruf nutzen?

Die Kombination aus wissenschaftlich fundiertem, theoretischem Wissen und dessen Anwendung auf praktische Probleme macht für mich die Besonderheit des Bachelorstudiums Wirtschaftspsychologie aus. Mein theoretisches Wissen ermöglicht es mir oft Probleme aus einer anderen Perspektive zu betrachten. So kann ich bei Problemen im Unternehmen – sei es unter Mitarbeitern, Führungsproblemen oder fehlendem Erfolg – oft die psychologische Struktur hinter dem Problem erkennen und anschließend Beratend tätig sein.
Im Hinblick auf meinen weiteren beruflichen Werdegang – die Psychotherapie – ist es mir außerdem möglich einen besonderen Blick auf die Verknüpfung von psychischen Problemen und beruflichen Faktoren herzustellen. In unserer leistungsorientierten Welt, in der oftmals das Motto „höher, schneller, weiter“ gilt, sehe ich hier besondere Relevanz für die Zukunft.

4. Was sind Ihrer Meinung nach die Vorteile unseres semi-virtuellen Studienkonzepts?

Als Freigeist ist es für mich besonders wichtig, dass ich meine Zeit selbst einteilen kann. Das semi-virtuelle Studienkonzept der Privatuniversität Schloss Seeburg hat mir dafür die nötige Flexibilität geboten. Anstatt stur einem vorgegebenen Zeit- & Studienplan zu folgen, konnte ich die Präsenzphasen nutzen, um komplexe Sachverhalte zu verstehen, Fragen zu stellen und einen roten Faden zu behalten. Die Zeit des Eigenstudiums hat mir dann viele Blicke nach links und rechts – entsprechend meiner persönlichen Interessen – erlaubt.
Die individuelle Zeiteinteilung erlaubt neben Phasen sehr intensiven Lernens jedoch auch Phasen weniger intensiven Lernens, in denen es möglich ist sich auf extrakurrikulare Aktivitäten – wie Sport, Reisen, Familie und Beruf – zu konzentrieren. Dadurch hat es mir das semi-virtuelle Studienkonzept erlaubt mich während meines Studiums nicht nur fachlich, sondern auch persönlich vielfältig weiterzuentwickeln.

5. Welchen Tipp können Sie Studierenden für einen erfolgreichen Karrierestart geben?

Seien sie authentisch, selbstbewusst und gehen Sie Ihren Herzenswünschen nach! Seien Sie sie selbst, vermeiden Sie die allgegenwärtige Ellenbogentechnik und starten Sie den Versuch eines guten gemeinsamen Arbeitsklimas. Damit können Sie frischen Wind in ein Unternehmen bringen und zu einer positiven Atmosphäre beitragen, welche letztlich auch größere Erfolge in einem Unternehmen ermöglicht.

6. Können Sie uns kurz Ihre persönliche Erfolgsgeschichte (z.B.: berufliche Karriere) schreiben? Inwiefern hat Ihnen das Studium an der Privatuniversität Schloss Seeburg dabei geholfen?

Als meine persönliche Erfolgsgeschichte möchte ich hier die für mich besondere Verbindung von (psychologischer) Forschung und (wirtschaftlicher) Anwendung kurz erläutern: Nach meinem ersten Studienjahr begann ich im Jahr 2015 mein Forschungspraktikum bei Herrn Univ.-Prof. Dr. Matthias Spörrle, welches sich fast durch meine gesamte Studienzeit durchzog. Während dieser Zeit konnte ich viele für mich sehr wichtige Erfahrungen in Lehre und Forschung sammeln und sogar als Co-Autorin bei der Veröffentlichung „Coaching im Wandel“ in der deutschen Zeitschrift für Psychodrama mitwirken. Neben dem Studium war ich immer im Unternehmen meiner Familie tätig, wobei ich immer versuchte die neu gewonnenen Ansätze aus der Forschung direkt in die Anwendung zu bringen.

Nach dem Bachelorstudium der Wirtschaftspsychologie habe ich mich entschieden ein Studium der Psychotherapie an der Universität Salzburg zu beginnen – parallel dazu sammle ich immer neue Anwendungserfahrungen in verschiedensten unternehmerischen Kontexten in meiner Arbeit in einer Steuerberatungskanzlei. Mein Ziel ist es meine Leidenschaften für die beiden Fächer „Psychotherapie“ sowie „Wirtschaft(spsychologie)“ in Zukunft in der Anwendung zu verknüpfen. Gerade durch den zunehmenden (Leistungs-)Druck in unserer Gesellschaft sehe ich hier riesiges Potential die Lebensqualität vieler Menschen zu verbessern.

Vielen lieben Dank Frau Hillinger für Ihre Mitarbeit.